Discobesitzer Thomas Kober, Gründungsmitglied des BDGA (Bündnis der Gastronomie Austria), empört sich in einer Aussendung über einen rapiden Anstieg von teils illegalen Clubbings in Niederösterreich. Vor allem Feste der jungen ÖVP regen den Brancheninsider auf, da diese oft in Räumlichkeiten ohne Genehmigung stattfinden würden und eine Bedrohung für die legalen Discos darstellen.
Die JVP weist die Vorwürfe zurück.
"Es ist unglaublich, was hier bei uns in Niederösterreich passiert. Ein Clubbing folgt dem nächsten, eine Party jagt die andere und das alles unter dem Deckmantel des Vereinwesens. Wir Gastronomen können durch die Finger schauen", so Kober.
Vor allem die junge ÖVP NÖ (JVP) brüste sich damit, 850 Clubbings im Jahr auszurichten und sei damit größter Veranstalter dieser "Pfuschereien". Die meisten dieser Veranstaltungen würden oft in Räumlichkeiten ohne Betriebsanlagengenehmigung stattfinden, so Kober weiter.
"Wir von der BDGA haben bereits Anzeige bei der Finanzpolizei gemacht und gehen unter anderem gerichtlich gegen die BH Tulln vor", erklärt Kober. Die JVP melde keine Mitarbeiter an und begehe damit Sozialversicherungsbetrug. Der Discobesitzer spricht von "Steuerhinterziehung".
JVP dementiert
"Es ist schon erstaunlich, zu welchen Mitteln die FPÖ in den letzten Tagen vor der Wahl greift. Die JVP NÖ als größte politische Jugendorganisation in Niederösterreich wird angepatzt, um noch politisches Kleingeld zu wechseln", zeigt sich JVP NÖ Landesgeschäftsführer Markus Krempl verwundert über die Aussagen des Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibenden. "Die an den Haaren herbei gezogenen Vorwürfe entbehren jeder Grundlage", so Krempl.
Das Einhalten sämtlicher Auflagen werde von den zuständigen Behörden laufend kontrolliert. "Betriebsanlagengenehmigungen, Sanitäts-, Sicherheits- sowie Rettungskonzepte liegen bei jeder einzelnen Veranstaltung auf," stellt Krempl klar.