Wirtschaft

Gastronomie und Hotels lassen Inflation steigen

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:20

Die Inflation hat im September um 0,9 Prozent zugelegt. Verantwortlich dafür waren Preissteigerungen vor allem bei Restaurants und Hotels. Einmal mehr wäre das Plus bei der Inflation aber ohne die niedrigen Treibstoffpreise deutlich größer.

Die Teuerung von 0,9 Prozent bedeutet den höchsten Wert seit Februar (plus 1,0 Prozent). Von Mai bis August lag der Wert jeweils bei 0,6 Prozent, teilte die Statistik Austria am Montag mit. Auch im Jahresabstand erwiesen sich der Gastronomie- und Hotelleriesektor als Preistreiber. Die Preise in der Ausgabengruppe Verkehr gingen zurück.

Treibstoffe bleiben billig

Die Treibstoffpreise verbilligten sich im Jahresvergleich weniger stark als im August und den Vormonaten, blieben aber der Hauptpreisdämpfer. Nahrungsmittel verteuerten sich im September moderat. Gegenüber August stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,7 Prozent. Die Teuerung laut Harmonisiertem Verbraucherpreisindex (HVPI) lag im September im Jahresvergleich bei 1,1 Prozent.

Der tägliche Einkauf wurde im September im Jahresabstand um 1,3 Prozent teurer (August: plus 1,6 Prozent). Das Preisniveau des Miniwarenkorbes, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresabstand nur um 0,1 Prozent (August plus 1,0 Prozent).

Dritthöchste Inflation in EU

Freizeit- und Kulturdienstleistungen kosteten um 2,8 Prozent mehr, Pauschalreisen wurden sogar um 3,3 Prozent teurer. Flugtickets ins Ausland verbilligten sich dafür um 6,2 Prozent. Reparaturen privater Verkehrsmittel verteuerten sich hingegen um 3,7 Prozent. Österreich verzeichnete insgesamt im September die dritthöchste Inflationsrate in der EU. Höher lag die Teuerung nur in Belgien (plus 1,8 Prozent) und Estland (plus 1,7 Prozent).

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