Wegen schweren Betruges musste ein Pensionistin (65) aus dem Bezirk Baden am Montag am Landesgericht Wiener Neustadt auf die Anklagebank. Vor ihrer Pensionierung hatte die gebürtige Serbin AMS-Geld bezogen.
In der Zeit von November 2016 bis Mai 2022 soll die Angeklagte indes längere Zeiträume in Serbien gewesen sein. Somit habe ihr laut Anklage keine Leistung zugestanden. Dem Arbeitsmarktservice entstand dadurch ein Schaden von rund 9.900 Euro.
Da die Rentnerin zu ihrer Pension noch eine Ausgleichszulage kassierte, hätte sie die Auslandsreisen auch der PVA melden müssen. Der Schaden bei der PVA: Knapp über 20.000 Euro.
Aufgeflogen war die Frau übrigens bei einer Schwerpunktkontrolle am Grenzübergang Nickelsdorf (Burgenland). Dabei wurden eben exakt die Reisebewegungen von Passagieren, die Ausgleichszulagen kassierten, kontrolliert. Bei der Einvernahme bei der Polizei gab die Frau an: "Wir brauchten das Geld einfach, weil mein Mann in Serbien krank ist."
Die vorbestrafte Frau (Anm.: wegen versuchten Diebstahls) zeigte sich beim Prozess geständig und kassierte 15 Monate bedingte Haft (nicht rechtskräftig).