Gatte stand mit Gewehr vor Nebenbuhler

Bild: Fritz Schaler

Freudentränen bei Karl K. (52) am Mittwoch in St. Pölten: Er wurde vom Mordversuchvorwurf freigesprochen, kam mit 18 Monaten teilbedingter Haft (6 Monate unbedingt) davon.

"Guten Tag", grüßte Karl K. (52) übernervös, als er vor das St. Pöltener Schwurgericht trat. Die harte Anklage gegen den Lkw-Fahrer: Versuchter Mord – es drohte "lebenslang". Als der gelernte Schlosser im März 2013 von der Beziehung seiner Frau zu einem Lokalbesitzer erfahren hatte, stürzte für den zweifachen Vater eine Welt zusammen. Klärende Gespräche mit seiner Gattin und dem Wirt verliefen im Sand.

Also stürmte Karl K. mit 1,6 Promille im Blut am 20. September mit einem geladenen Gewehr ins Beisl und drohte seinem Nebenbuhler. Ein Gast konnte den gehörnten Ehemann überwältigen. "Ich wollte ihn nicht töten, nur Angst einjagen", flüsterte Karl K. vor Gericht. Die Geschwornen glaubten dem Familienvater, daher nur: 18 Monate teilbedingte Haft wegen Nötigung. Da Karl K. bereits 6 Monate in U-Haft gesessen hatte, konnte er noch am Mittwoch heim. Seine Frau, die den Wirt mittlerweile verlassen hat, holte ihren Karl für einen Neubeginn ab.

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