Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) machte am Dienstag Vormittag in St. Pölten auf eine ungewöhnliche Art auf verpönte Gatterjagden aufmerksam: Die Demonstranten bauten ein Zuchtgatter auf. Nackte Aktivisten mit Tiermasken symbolisierten die Jagdopfer. Als Schützen tarnten sich VGT-Mitglieder mit Masken von Alfons Mensdorff-Pouilly und Josef Pröll, beide mit der Gatterjagd eng verbunden.
Der machte am Dienstag Vormittag in St. Pölten auf eine ungewöhnliche Art auf umstrittene Gatterjagden aufmerksam: Die Demonstranten bauten ein Zuchtgatter auf. Nackte Aktivisten mit Tiermasken symbolisierten die Jagdopfer. Als Schützen tarnten sich VGT-Mitglieder mit Masken von Alfons Mensdorff-Pouilly und Josef Pröll, beide mit der Gatterjagd eng verbunden.
Zwar will man in Niederösterreich keine neuen Jagdgatter mehr erlauben. Doch das reicht dem VGT nicht. Die 74 Jagdgatter Niederösterreichs müssen nach angemessener Frist aufgelöst werden, fordert der Tierschutzverein. Deshalb veranstaltete der Verein am Dienstag in St. Pölten eine Aktion, bei der Aktivisten mit Masken von Josef Pröll und Alfons Mensdorff-Pouilly von einem Jagdstand im Gatter aus auf nackte Tierschützer mit Wildschweinmasken schossen.
VGT-Obmann Martin Balluch: "Die Jagd auf gezüchtete Tiere ist in der heutigen Zeit so absurd, dass uns die PassantInnen hier in St. Pölten gar nicht glauben wollen, dass es in ihrem Bundesland so etwas gibt! Wir fordern die nö Landesregierung auf, ihre Blockadepolitik aufzugeben. Wir brauchen ein bundesweites Verbot der Jagd auf gezüchtete Tiere. Eine Vogelstraußpolitik wird nicht helfen, wir werden unsere Forderung immer lauter und lauter erheben, bis endlich Vernunft einkehrt und der Mehrheitsmeinung der Menschen gefolgt wird."
Nach dem niederösterreichischen Jagdgesetz sind Jagdgatter, sogenannte "umfriedete Eigenjagdgebiete", genau geregelt. Man darf dort Tiere wie vor allem Wildschweine, Hirsche, Mufflons und Damwild züchten, nur um sie im umzäunten Bereich gleich wieder abzuschießen. Wildschweine, so heißt es, sind in Niederösterreich in letzter Zeit so häufig geworden, dass sie großen Schaden in der Landwirtschaft anrichten. Laut Landesjägermeister Josef Pröll muss man sie daher noch zusätzlich in Gattern züchten.