Bei Neuwagen ist der Wertverlust enorm hoch. Laut dem Versicherer Allianz liegt dieser im ersten Jahr bei 25 Prozent und steigt bis zum dritten Jahr auf stolze 50 Prozent. Gebrauchtwagen hingegen verlieren nur 5 bis 6 Prozent an Wert pro Jahr.
Allerdings lauert beim Gebrauchtwagenkauf ein erhebliches Risiko: die Tachomanipulation. Eine Polizeischätzung aus 2011 ging davon aus, dass bei jedem dritten Gebrauchtwagen der Tacho manipuliert wurde. Neuere Auswertungen zeigen zwar niedrigere Zahlen, doch eine bestimmte Autoart sticht dabei besonders negativ hervor.
Wie inside-digital unter Berufung auf eine Analyse des IT-Datenunternehmens Carvertical meldet, sollten Käufer vor allem bei importierten Fahrzeugen vorsichtig sein. Die Auswertung basiert auf Fahrzeughistorien aus dem Zeitraum August 2025 bis Juli 2026.
In Deutschland liegt das durchschnittliche Risiko für einen manipulierten Kilometerstand bei 1,9 Prozent. Bei Importfahrzeugen steigt dieser Wert jedoch auf 4,2 Prozent. Im Gegensatz dazu sinkt das Risiko auf nur 1,4 Prozent, wenn das Fahrzeug sein gesamtes Leben in Deutschland verbracht hat.
Der ADAC warnt: Selbst Werkstätten und Kfz-Sachverständige könnten eine „handwerklich sauber“ umgesetzte Tachomanipulation praktisch nicht entlarven.
Die einzige Möglichkeit laut TÜV Nord: ein scheckheftgepflegtes Auto kaufen. Hier lassen sich die Kilometerstände anhand der bei Inspektionen eingetragenen Historie nachvollziehen.
Bei importierten Autos ist eine lückenlose Fahrzeughistorie oft nicht gegeben. Gepaart mit dem allgemein höheren Manipulationsrisiko haben diese Fahrzeuge einen erheblichen Nachteil - den auch ein günstiger Kaufpreis nicht wettzumachen vermag.