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Gefährlicher Kult um "Squid Game"

In der Netflix-Sensation "Squid Game" kämpfen die Protagonisten in mehreren Spielen um ihr Leben. Etliche Kinder ahmen die brutale Serie nun nach. 

Fabian J. Holzer
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Die Macher der Serie sehen "Squid Game" als Sozialkritik an.
Die Macher der Serie sehen "Squid Game" als Sozialkritik an.
Netflix

111 Millionen Zuschauer. Keine Netflix-Produktion hatte jemals einen so erfolgreichen Start wie die vor vier Wochen angelaufene koreanische Serie "Squid Game". In der brutalen bis verstörenden Serie treten 500 Freiwillige mit Geldproblemen zu einer Reihe von "Kinderspielen" an, um viel Geld zu gewinnen. Wer es nicht in die nächste Runde schafft, wird an Ort und Stelle hingerichtet. Ganze Strecken der Episoden werden so zu einem einzigen Gemetzel. Die Serie hat trotzdem oder gerade deswegen eingeschlagen.

Nun drohen Konsequenzen

An manchen Schulen, wie im belgischen Erqueliennes, mussten Lehrer bereits Gruppen von Schülern auseinandertreiben, die die Inhalte der Serie nachgespielt haben. Die Verlierer wurden dabei "nur" verprügelt. In Rundschreiben wurden alle Eltern vor der Serie gewarnt, damit es nicht weiter zu den "ungesunden und gefährlichen Spielen" kommt, andernfalls würden den Schülern Konsequenzen drohen. Besorgte Eltern können bei Netflix übrigens eine Kindersicherung aktivieren. Den Erfolg von "Squid Game" wird das aber wohl kaum bremsen.

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    Um die Netflix-Serie "Squid Game" ist ein globaler Hype entstanden.
    Um die Netflix-Serie "Squid Game" ist ein globaler Hype entstanden.
    YOUNGKYU PARK / AFP / picturedesk.com