Gefälschte Taferl gegen Graffiti in Wien montiert

Der gesamte Bärenmühldurchang in Wien-Wieden ist mit unschönen Graffitis gesäumt.
Der gesamte Bärenmühldurchang in Wien-Wieden ist mit unschönen Graffitis gesäumt.Helmut Graf
Der Bärenmühldurchgang ist von oben bis unten mit Graffitis beschmiert. Um Sprayer abzuschrecken, wurden Schilder mit dem Logo der Stadt angebracht.

Es gibt kunstvolle Street Art und es gibt unschöne Schmierereien. Zu Letzterem gehören die Graffitis im Bährenmühldurchang (Wieden) zwischen Operngasse und Rechter Wienzeile. Zur Abschreckung wurden dort Videokameras und Warntafeln mit dem Logo der Stadt Wien angebracht. Die Stadt weiß von den Taferl aber nichts, wie "ORF Wien" berichtet. Zu lesen ist auf den Schildern "Achtung – Denkmalschutz. Im gesamten Bärenmühldurchgang ist jegliches Auftragen von Graffiti und Plakatieren verboten! Zuwiderhandlungen werden strafrechtlich verfolgt. Dieser Bereich ist videoüberwacht. Stadt Wien.“

Tausende Euro Schaden durch Graffiti

Die Schrift sieht jene der Stadt zum Verwechseln ähnlich und auch das Wappen der Stadt Wien ist auf den Taferl zu sehen. Auf Nachfrage von "ORF Wien" gibt die Stadt an, weder die Schilder noch die Videokameras angebracht zu haben. "Wir wissen davon nichts“, wird die Magistratsdirektion zitiert. Für die Taferl soll die Hausverwaltung verantwortlich sein, die erklärt, durch die Graffiti tausende Euro Schaden im Jahr zu haben. Man verstoße auch nicht gegen den Datenschutz, weil es keine Videoaufzeichnungen gebe. Inzwischen sind die Schilder wieder abmontiert worden, doch die Stadt kündigt an, die Sache zu prüfen.

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