Gefahr aus dem All: Satelliten nehmen Kurs auf die Erde

Ein Asteroid raste mit einer Geschwindigkeit von 12,4 Kilometern pro Sekunde unentdeckt an der Erde vorbei.
Ein Asteroid raste mit einer Geschwindigkeit von 12,4 Kilometern pro Sekunde unentdeckt an der Erde vorbei.istock
Wir befinden uns in einem Wettlauf um die Zeit. Objekte, die der Erde gefährlich nahe kommen, rasen auf uns zu und könnten demnächst eintreffen.

Laut Schätzung der ESA könnten die Erde in den nächsten 100 Jahren 870 Objekte treffen. Experten warnen immer wieder vor der realen Bedrohung aus dem All. Wir haben nichts, um uns in einem Ernstfall zu verteidigen. Die Frage ist nicht, ob ein Asteroid einschlagen wird, sondern wann.

Damit wir so einem grauenhaften Szenario nicht ganz passiv ausgeliefert sind, startet nun der erste Test einer planetaren Verteidigungsmission. Die NASA und die ESA arbeiten gemeinsam an einer Vorbereitung für den Ernstfall, die ihn auch abwenden kann. Derzeit haben sie die AIDA-Mission geschaffen. Ein Verteidigungstest soll bald für mehr Klarheit sorgen. Die Mission möchte herausfinden, ob es möglich ist, einen Asteroiden auf Kollisionskurs umzulenken. Bereits eine kleine Flugbahnänderung könnte das Fortbestehen der Erde ermöglichen.

"Gott des Chaos"

Ein Asteroid könnte das Leben auf der Erde auslöschen. Würde Apophis, der der Erde im Jahr 2029 sehr nah kommen soll, einen Kurswechsel unternehmen, würde sein Einschlag eine 20-fach höhere Wucht erzeugen als die größte menschenverursachte nukleare Explosion. Dieses Beispiel lässt sich mit jedem beliebigen Objekt mit gezieltem Kollisionskurs auf unseren Planeten fortsetzen. Der Menschheit bliebe keine Chance die Gefahr abzuwenden. Dies ist selbst dann nicht gesichert, wenn derzeit Abwehrstrategien im Entstehen sind.

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