"Gefahr hoch" – Keine Einigung zwischen USA und Putin

Die Gefahr einer militärischen Invasion in der Ukraine ist derzeit so hoch wie nie, sagen US-Experten.
Die Gefahr einer militärischen Invasion in der Ukraine ist derzeit so hoch wie nie, sagen US-Experten.Pavel Golovkin / AP / picturedesk.com
Die Verhandlungen der USA und ihrer Verbündeten mit Russland haben keinen Durchbruch in der Ukraine-Krise gebracht.

Nach Krisengesprächen zwischen Russland und westlichen Staaten haben die USA Moskau erneut eindringlich vor einer weiteren Eskalation im Ukraine-Konflikt gewarnt. Mit Blick auf den Aufmarsch von etwa 100.000 russischen Soldaten an der Grenze zur Ukraine meint der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan: "Es ist sicherlich der Fall, dass die Gefahr einer militärischen Invasion hoch ist."

Russland will Ende der Nato-Osterweiterung

Russland fordert er von den USA und der Nato Abkommen, mit denen eine Osterweiterung der Nato sowie die Errichtung von US-Militärstützpunkten in Staaten der ehemaligen sowjetischen Einflusssphäre untersagt werden sollen. Es sei "mehr als ernst", betonte der russische Präsident Wladimir Putin Anfang Dezember vor ausländischen Diplomaten. Die USA lehnen eine solche Zusage kategorisch ab und fordern Moskau zur Deeskalation und zur Reduzierung der Soldaten in der Region auf.

"Sollte Russland den Weg der Konfrontation und militärischer Aktionen einschlagen, so haben wir dem Kreml deutlich gemacht, dass wir entschlossen reagieren werden", so US-Botschafterin Julianne Smith. Die USA droht Moskau erneut mit Wirtschafts- und Finanzsanktionen, mit Exportkontrollmaßnahmen sowie mit einer Aufrüstung der Ukraine, "wenn das russische Militär die ukrainische Grenze überschreitet".

"Putin wird bei der Ukraine nicht Halt machen"

Angesichts der Gefahr vor einem russischen Angriff auf die Ukraine meint der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko zur "Bild"-Zeitung: "Wenn die USA und Europa (Putin) erlauben, die Ukraine anzugreifen, wird er nicht bei der Ukraine Halt machen. Dann wird Putin sein Augenmerk auf die baltischen Staaten richten". Waffenlieferungen an die Ukraine könnte Putin womöglich als Provokation verstehen.

Die USA beraten sich nun mit ihren Verbündeten über das weitere Vorgehen im verfahrenen Ukraine-Konflikt. Der Kreml betont, er sehe vorerst keine Notwendigkeit für weitere Gespräche.

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