Gefahr: Jeder Zehnte greift auf Autobahn zum Handy

Unterschätzte Gefahr: Handy am Steuer.
Unterschätzte Gefahr: Handy am Steuer.Bild: Kzenon/Fotolia/Symbol
Verbot hin oder her: Die Österreicher sind in Sachen Handy unbelehrbar! Gerade auf Autobahnen greifen sie gern zum Telefon. Unfälle sind vorprogrammiert.
Die ASFINAG hat es schwarz auf weiß: Die Hälfte der tödlichen Unfälle 2016 wurden durch Unachtsamkeit oder Ablenkung verursacht. Sprich: Oft waren Handys schuld, beziehungsweise der Lenker, der entweder dringend telefonieren, eine SMS schicken oder im Internet surfen musste.

Im Auftrag der Straßenerhalten führte das IFES-Institut eine Umfrage unter Lenkern durch – mit klarem Ergebnis: Mindestens jeder Zehnte verwendet auf Schnellstraßen oder Autobahnen sein Mobiltelefon ohne Freisprecheinrichtung! Von 1.000 Befragten wollten ganze 44 Prozent zumindest nicht ausschließen, das Handy am Volant zu nutzen.

Verkehrspsychologin Bettina Schützhofer warnt vor zu viel Ablenkung und ständigem Hantieren am Handy: „Multitasking ist in unserer Gesellschaft sehr positiv behaftet. Aber was viele Lenker vergessen, ist, dass Autofahren an sich schon Multitasking ist." Um dieser und anderen Gefahrenquellen (Drängeln) vorzubeugen, startet die ASFINAG nun die Aktion "Hallo Leben", in die 1,1 Millionen Euro investiert werden. Plakate und Hörfunk- sowie TV-Spots sollen Lenker zur Besinnung bringen. (mah)

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