Gegen 9 Uhr stoppte die Autobahnpolizei am Donnerstag ein bulgarisches Sattelkraftfahrzeug, welches von einem 49-jährigen Bulgaren gelenkt wurde. Bei der folgenden Lenker- und Fahrzeugkontrolle wurde festgestellt, dass Gefahrgut transportiert wurde, weshalb Spezialisten beigezogen wurden. Diese stellten fest: Es handelte sich um 424 Kilogramm kennzeichnungspflichtiges Gefahrgut in Form leicht entzündbarer Flüssigkeiten und Gase.
Nicht nur, dass der Transport nicht gekennzeichnet war, die Polizei stellte auch eine Reihe von ernsthaften Mängeln fest:
Der Lenker war nicht für einen Gefahrenguttransport geschult, die Ladung war nicht gesichert, de schriftliche Weisung für das Verhalten bei Unfällen oder Zwischenfällen wurde nicht mitgeführt, das Beförderungspapier war mangelhaft, Ausrüsting fehlte, das Fahrzeug war überladen.
Im Falle eines Unfalls wär der Lkw wohl schnell in Flammen gestanden. Selbst gelöscht hätte der 49-Jährige wohl kaum. Die Feuerlöscher, die er mitführte, waren ohnehin längst abgelaufen. Der Lenker, Beförderer, Absender und Verlader werden von der Polizei bei der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach zur Anzeige gebracht.
Insgesamt wurden bei weiteren Kontrollen in Schrick am Donnerstag 198 Anzeigen erstattet, 13 Kraftfahrzeugen aufgrund technischer Mängel sowie fehlender Ladungssicherung die Weiterfahrt untersagt und bei fünf Kraftfahrzeugen die Kennzeichentafeln wegen Gefahr im Verzug vorläufig abgenommen.
Die 198 Anzeigen setzen sich wie folgt zusammen:
26x Übertretungen nach dem Gefahrgutbeförderungsgesetz
62x technische Mängel
62x Sozialvorschriften
6x Ladungssicherung
14x Überladung
28x sonstige Übertretungen