Gefährlich: ÖBB-Railjets fuhren mit falschen Achsen

Bei den ÖBB dürfte es monatelang zu gravierenden Montagefehlern gekommen sein. Seit Mitte 2013 sollen 13 Garnituren unterwegs gewesen sein, deren Radachsen für maximal 200 km/h zugelassen sind. Der Zug erreicht aber Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 230 km/h.

Laut "Kurier" können die Radachsen bei zu hoher Belastung brechen. Der Montagefehler ist also hochgefährlich. er ist bei einer Routinekontrolle Anfang November aufgefallen. Die ÖBB sollen versucht haben, den Fehler zu vertuschen. Die zuständige Eisenbahnbehörde wurde nicht informiert.

Techniker der Staatsbahn sollen die billigeren Achsen eingebaut haben, obwohl diese nur für Doppelstock-Waggons, wie City-Shuttle oder Wiesel-Züge, zugelassen sind. Diese Züge dürfen maximal Tempo 160 fahren. SPÖ-Verkehrsminister Alois Stöger hat den Spuk am Dienstag beendet: Die "Dosto-Achsen" müssen sofort ausgetauscht werden. Das sind jeweils 28 Achsen auf jedem der 13 Züge.

ICE-Unglück von Eschede

Die Achsen und Räder sind für die Sicherheit von Hochgeschwindigkeitszügen enorm wichtige Bauteile, wegen Montage-Fehlern mit gerade einmal 0,2 mm Abweichung wurden bereits Mitarbeiter suspendiert. Auch das ICE-Zugsunglück 1998 im deutschen Eschede mit 101 Toten war durch defekte Radsätze ausgelöst worden.

Bei den ÖBB gibt es vorerst keine Konsequenzen.

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