Gefängnis-Arzt torkelte mit 2 Promille zum Dienst

Ein Justizwachebeamter roch die Fahne des Mediziners und verständigte den Inspektionsdienst in der JA Wien-Josefstadt.
Ein Justizwachebeamter roch die Fahne des Mediziners und verständigte den Inspektionsdienst in der JA Wien-Josefstadt.Bild: Helmut Graf, iStock (Montage)
Er kam mit knapp drei Stunden Verspätung – und strenger Fahne: Ein Anstaltsarzt der Wiener Justizanstalt Josefstadt kam illuminiert in die Arbeit.
„Blau" im Bau: Wie „Heute" erfuhr, wankte der Anstaltsarzt der Justizanstalt Wien-Josefstadt am Wochenende sturzbetrunken zum Dienst. Zuvor hatte der Mediziner die Afterhour wohl noch voll ausgekostet: Statt um 6.30 Uhr erschien der Mann erst nach 9.00 Uhr bei der Arbeit.

Alkomattest bestätigte Verdacht

Ein aufmerksamer Wachebeamter bemerkte die strenge Fahne des lallenden Kollegen und verständigte umgehend den Inspektionsdienst. Dieser ließ den Wiederholungstäter „blasen". Besagter Allgemeinmediziner hat bereits einen Entzug hinter sich und besitzt ein umfangreiches Krankenstandsregister. Der Alkomattest ergab dann mehr als zwei Promille. Der Doktor wurde umgehend heim geschickt.

Sprecherin: "Kein Kontakt mit Insassen"

„Ja, es hat diesen Vorfall gegeben", bestätigt eine Sprecherin der betroffenen Justizanstalt am Montag gegenüber „Heute". „Der Beamte, der die Sache sofort gemeldet hat, hat absolut richtig gehandelt. Der Arzt hatte in angetrunkenem Zustand keinerlei Kontakt mit Insassen."

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Ob die Schnapsidee dienstrechtliche Konsequenzen hat, muss nun die Justizbetreuungsagentur entscheiden. Vorerst übernahm eine (nüchterne) Kollegin die medizinische Betreuung der rund 1.200 Josefstadt-Häftlinge. (coi)

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