Gefängnisausbruch mit Geiselnahme verhindert

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Polizei und Justizwache hat einen Häftlingsausbruch mit Geiselnahme aus dem Gefängnis Garsten in Oberösterreich am Donnerstag verhindert, teilte das Justizministerium mit. Als Geisel sollte ein Justizwachebeamter genommen werden.

Ein anonymer Hinweis lautete, dass eine Flucht von mehreren Insassen mit einer Geiselnahme geplant sei. Weil in Garsten Männer sitzen, die zu längeren Haftstrafen rechtskräftig verurteilt worden sind, nahm die Justiz die Warnung sehr ernst.

"Wir sind dabei, diese Hinweise zu verifizieren. Was man sagen kann ist, dass die beschriebenen Örtlichkeiten, wo dies geplant ist, auch den Tatsachen entsprechen. Jetzt gehe es darum zu schauen, wer in Verdacht stehen könnte, diesen Ausbruch durchzuführen. Aufgrund der Hinweise geht es um mehrere Personen, die das geplant haben", sagte Josef Schmoll von der Generaldirektion für den Strafvollzug gegenüber dem "ORF" in Oberösterreich.

Gefängnis wird durchsucht

"Als Geisel wäre ein Justizwachebeamter genommen worden, um zu Schlüsseln zu kommen. Wir arbeiten auf zwei Ebenen: Auf der einen Seite sind die Werkstätten zu durchsuchen, die derzeit leer sind. Auf der anderen Seite der Hafttrakt."

73 Mitglieder der Justiz-Einsatzgruppe aus verschiedenen Justizanstalten, 50 Justizwachebeamte der Justizanstalt Garsten sowie 92 Polizeibeamte und 14 Diensthundeführer mit Polizeihunden wurden umgehend zum Gefängnis geschickt. Die mutmaßlich beteiligten Insassen wurden verlegt und sitzen nun getrennt in verschiedenen Justizanstalten ihre Haftstrafen weiter ab.

Noch keine Details bekannt

Der Einsatz begann gegen 15.00 Uhr. Die Einvernahmen der verdächtigten Personen, Leibesvisitationen und die Durchsuchungen der Räumlichkeiten dauern bis in die Abendstunden. Deswegen veröffentlichte das Justizministerium bislang keine Details der Aktion.

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