Wien

Gefinkelter Lärm-Trick führte Polizei zu Abgängigen

Ein Demenzkranker hatte sich mit seinem PKW verirrt und konnte nicht sagen, wo er war. Da kam den Polizisten eine recht österreichische Idee.
Leo Stempfl
04.05.2023, 14:14
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Dass Österreicher und vor allem Wiener gerne ihre Ruhe haben, ist kein Geheimnis. Manchmal kann diese Verhaltensauffälligkeit aber auch durchaus hilfreich sein. So etwa im Fall eines an Demenz erkrankten 79-Jährigen, der sich am Wochenende mit seinem PKW in Wien verirrt hatte und nicht mehr nach Hause fand.

Seine Lebensgefährtin konnte ihn telefonisch nicht erreichen und machte sich Sorgen, weshalb sie die Polizeiinspektion Simmeringer Hauptstraße aufsuchte. Die Frau sprach allerdings nur ungarisch. Telefonisch wurde daher die Tochter der Dame kontaktiert, die den Beamten in englischer Sprache den Sachverhalt erklärte und ihnen die Telefonnummer des 79-Jährigen gab.

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Wiener beschwerte sich

Mit Beharrlichkeit ist es den Beamten gelungen, den Mann telefonisch zu erreichen. Auch er sprach aber nur ungarisch und klang panisch. Die Polizisten redeten dem Mann gut zu und baten ihn, seinen PKW abzustellen und ihnen den Straßennamen zu nennen. Dies gelang jedoch nicht.

Da kamen die Beamten auf eine andere Idee. Sie baten den Mann die Hupe seines PKW zu betätigen, in der Hoffnung, dass Bürger auf den Mann aufmerksam würden und den Polizeinotruf verständigen. Der Plan ging auf. Ein besorgter Bürger verständigte den Polizeinotruf, äußerte seine Sorge und beschwerte sich über den Lärm. Dieser konnte dann den Standort des 79-Jährigen nennen.

Er hatte sich in die Wlassakstraße, in den Bezirk Hietzing, verirrt. Polizisten der Polizeiinspektion Lainzerstraße brachten den Mann nach Hause. Überglücklich schloss ihn seine Lebensgefährtin in die Arme. Die in Ungarn lebende Tochter sicherte zu, nach Österreich zu kommen und sich einstweilen um ihre betagten Eltern zu kümmern.

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