Am Donnerstag wurde bei fünf verendeten Hühnern eines Hobby-Betriebs im Bezirk Leibnitz laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) eine Infektion mit dem Geflügelpest-Virus H5N1 bestätigt. "Dieser Subtyp ist für Vögel hochpathogen und führt oft zu vielen Todesfällen, besonders in Hausgeflügelbeständen. Im aktuellen Seuchengeschehen sind Infektionen mit H5N1 in Europa beim Menschen aber bis jetzt nicht nachgewiesen worden", heißt es von der AGES.
Der betroffene Kleinbetrieb wurde gesperrt, "die schmerzlose Tötung der übrigen zehn Hühner veranlasst". Weil sich der Betrieb in einem bereits verordneten Risikogebiet befindet, mussten keine weiteren Maßnahmen getroffen werden, so die AGES. Die Ursache der Infektion des Bestandes ist allerdings noch ungeklärt, die geltenden Sicherheitsmaßnahmen sollen nach ersten Untersuchungen eingehalten worden sein.
Die AGES vermutet, dass eine "Einschleppung über indirekten Kontakt zu Ausscheidungen eines infizierten Wildvogels" an der Geflügelpest schuld ist. Der Fall bestätige das "im Zusammenhang mit dem Wintervogelzug aktuell hohe Infektionsrisiko in Europa und die Notwendigkeit besonderer Vorsicht". Unter anderem sollten alle Stallungen und Gehege, in denen Geflügel gehalten wird, nur nach gründlicher Reinigung und Desinfektion der Schutzkleidung und Schuhe betreten werden.
"Erinnert wird auch an die Verpflichtung, verendet aufgefundene Wasservögel und Raubvögel der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde (Amtstierärztin/Amtstierarzt) zu melden. Solche Tiere sollen am Fundort belassen werden, die Bergung und weitere Untersuchungen werden von der Behörde veranlasst", heißt es außerdem in einer Aussendung zum Fall der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit.