Fussball

Geht PSG mit "Troll-Armee" auf Spieler und Medien los?

PSG soll mit einer "Troll-Truppe" auf Twitter gegen Medien und eigene Spieler wüten. Der Klub bestreitet das – die Beweise scheinen stark zu sein.

20 Minuten
PSG soll auf Twitter gegen seine eigenen Spieler vorgehen.
PSG soll auf Twitter gegen seine eigenen Spieler vorgehen.
IMAGO Images

Um Paris Saint-Germain wird es derzeit nicht ruhig. Da war Anfang Woche das Erdbeben um Superstar Kylian Mbappé, der den französischen Top-Club nur Monate nach seiner Verlängerung bereits wieder verlassen will. Und nun kommt bereits wieder der nächste Wirbelsturm auf.

So soll PSG eine "digitale Armee" haben, die im Netz gegen Journalisten und die eigenen Spieler loszieht. Oder anders gesagt: Der Klub soll Fake-Accounts haben, um regelmäßig Shitstorms zu fabrizieren. Das investigative Nachrichtenportal "Mediapart" berichtet, dass auch eigene Spieler Opfer von diesen Hass-Attacken geworden seien. So sollen neben unbeliebten Journalistinnen und Journalisten unter anderem auch Adrien Rabiot und Mbappé den Zorn zu spüren bekommen haben.

PSG dementiert Vorwürfe vehement

Beim Superstürmer soll es 2019 passiert sein, als es erstmals Gerüchte um einen Transfer zu Real Madrid gegeben hat. Bei Rabiot während der Verhandlungen über seinen Wechsel zu Juventus Turin im selbigen Jahr. Auf Twitter wurden der Mittelfeldspieler und seine Mutter und Beraterin übel beschimpft. "Die schlimmste Spielerberaterin in der Geschichte des Fußballs spielt sich als Opfer auf", hieß es etwa auf Social Media. Der Fußballer wurde homophob beleidigt und es hieß zum Beispiel: "Er hat nicht die Eier, um seine Mutter zu vertreiben, die alles diktiert und seine Karriere an die Wand fährt."

News aus dem internationalen Fußball:

PSG dementiert die Vorwürfe vehement. Eine dem Klub nahestehende Quelle sagt dem Sender RMC Sport, dass PSG als globale Marke ständig Social-Media-Agenturen engagiere, um die hervorragende Arbeit des Vereins zu fördern. "Der Verein hat aber nie eine Agentur beauftragt, um einer Person oder Institution zu schaden." Es sei vollkommen absurd zu glauben, dass der Club Menschen anheuere, um die eigenen Spieler zu trollen.

"Troll-Armee" von PSG überwacht

"Mediapart" ist derweil von der Recherche überzeugt. Das Medium stützt sich nach eigenen Angaben auf einen 50-seitigen Tätigkeitsbericht, den eine Digitalagentur für ihre Tätigkeit für PSG in der Saison 2018/2019 erstellt hat. Demnach sei eine ganze von der Agentur geschaffene "Troll-Armee" von der Kommunikationsabteilung von PSG überwacht worden.

Ein Account soll von PSG mit exklusiven Informationen gespickt worden sein, um mehr Glaubwürdigkeit und Follower zu gewinnen. Und auch "Watson" zitiert einen Ex-Mitarbeiter einer dieser Troll-Firmen, der bestätigt: "PSG beauftragte uns, gefälschte Twitter-Konten zu erstellen." Ruhe wird bei den Parisern erst mal also nicht einkehren.

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