Im ohnedies eingeschränkten Kindergartenbetrieb eines Hortes im Bezirk Amstetten kam es zu einem Verdachtsfall. Zu Mittag mussten alle Kinder abgeholt werden. "Niemand konnte uns sagen, wann wir einen Quarantänebescheid bekommen", so die Mutter.
Am Freitagnachmittag kam der Bescheid für die Zweifach-Mutter - übrigens hatte sich eine doppelt geimpfte Kindergartenmitarbeiterin infiziert. "Unser Plan war, uns am Montag wieder freizutesten", erzählt die 39-Jährige. Niemand konnte der Mutter wirklich eine präzise Auskunft geben. "Anrufen brauchte man gar nicht, per E-Mail wurde kommuniziert. Und es gab unterschiedliche Meinungen. Denn es war nicht klar, ob wir uns nach fünf oder zehn Tagen freitesten dürfen."
Erst am zehnten Tag konnte sich die Mutter bzw. ihr Kind freitesten. "Man ist da völlig machtlos", ärgert sich die Mostviertlerin.
„Die Landespolitik hätte die Chance gehabt, das neue Bildungsjahr anders anzugehen und Regelungen mit Augenmaß umzusetzen. Stattdessen hat man sich dafür entschieden, die Fehler aus 2020 zu wiederholen und die Menschen komplett zu verwirren. Freitesten muss rasch, unkompliziert und für alle Kinder nach fünf Tagen möglich sein. Zudem braucht es endlich Antikörpertests, damit genesene Kinder nicht mehr in Quarantäne müssen. Alles andere wird für berufstätige Eltern zur Farce", so Indra Collini von den Neos Niederösterreich.