Der Fall eines Klosterneuburgers sorgte teils für Ärger, teils für Heiterkeit: Ein Verkühlter aus Klosterneuburg hatte eine gute Woche über eine Erkältung samt Husten geklagt, der Mann war vollimmunisiert, testete sich mehrmals selbst auf Corona, alle Tests waren negativ.
Schließlich rief der vollimmunisierte Mann die Hotline 1450 an und teilte seine Probleme mit. Eigentlich nur, um auf Nummer sicher zu gehen, denn der Mann sollte einen Kurs starten. Da der Mann am Telefon hustete, wurde er unter Protest in Quarantäne geschickt.
Gegenüber der "NÖN" zeigte sich der Betroffene erstaunt und auch amüsiert: "Und das nur, weil ich am Telefon einmal gehustet habe". Der Mann wurde daraufhin aufgefordert, in Korneuburg einen PCR-Test zu machen. Kaum wieder zu Hause, war schon der Bescheid im Mail-Postfach. "Aber mit der alten Adresse in Stein an der Donau. Wer würde die Strafe zahlen, wenn ich an der alten Adresse logischerweise bei einer Kontrolle nicht anwesend wäre?", fragt sich der Mann kopfschüttelnd.
Stefan Spielbichler von Notruf NÖ erklärt trocken: "Wir haben klare Vorgaben von der WHO bezüglich Symptomatik. Sprich wenn ein Anrufer hustet, besteht Coronaverdacht." Zudem weiß der erfahrene "Notrufler", ohne Bezug auf diesen speziellen Fall: "Es gibt einige, wenige besonders Gescheite, die sich einen behördlichen PCR-Test erschleichen wollen. Sie husten dann einfach ins Telefon und hoffen so auf eine rasche Abwicklung des behördlichen Tests. Das ist ja grundsätzlich OK, aber diejenigen müssen dann halt auch mit einer Quarantäne rechnen."
Die kuriose Geschichte des Klosterneuburgs ging übrigens gut aus: Der PCR-Test war negativ, die Quarantäne wurde nach nur zwei Tagen aufgehoben.