Kopfschütteln bei den Eltern von Lea (Name geändert, Anm.) aus dem westlichen Niederösterreich: Am Sonntag, 6. März 2021, war die 3-fach geimpfte Mutter positiv auf Corona getestet worden. Die Mutter erhielt in der Folge einen Absonderungsbescheid.
Der voll immunisierte, negative Ehemann und die 10-jährige Tochter sind negativ und müssen nicht in Quarantäne. Die 10-Jährige ist einmal geimpft und einmal genesen. Die 13-jährige Lea ist ebenfalls einmal geimpft und einmal genesen, musste mit Dienstag aber sehr wohl in Quarantäne.
Die zuständige BH Melk konnte den konsternierten Eltern zunächst keine befriedigende Auskunft erteilen. "Lea hat am Mittwoch eine wichtige Schularbeit und nächste Woche zwei Schularbeiten. Sie darf nicht zur Schule, die Kleine schon. Wo ist da bitte die Logik? Ich will es verstehen", fragte der Vater am Dienstag. Denn: Der "Grüne Pass" ist gültig, laut diesem dürfte die 13-Jährige überall hinein, sogar bei 2G-Regel. "Überspitzt gesagt, dürfte mein Kind in Wien in die Disco, nicht aber zur Schularbeit", meint der Mann verärgert.
Dass die 13-Jährige über 12 Jahre ist und nicht als geboostert gilt, ist in diesem Fall auch nicht schlüssig: "Denn nach überstandener Krankheit hieß es, dass die nächste Impfung erst im Juni ginge", erklärt der Vater.
Am Mittwoch wurde der Absonderungsbescheid für die 13-Jährige dann doch wieder aufgehoben. "Sie darf wieder zur Schule", so der Vater erleichtert.