Geiselnahme in der Türkei blutig beendet

Vor der Hafenstadt Izmit im Westen der Türkei ist am Freitag eine Fähre mit rund 20 Passagieren an Bord entführt worden. Der Entführer habe erklärt, er trage einen Sprengsatz bei sich und wolle mit den Medien sprechen. Am Samstagmorgen wurde die Fähre von einer Spezialeinheit gestürmt und der Geiselnehmer erschossen.

Der Entführer sei kurz nach Beginn der Befreiungsaktion getötet worden, sagte der Gouverneur von Istanbul, Huseyin Avni Mutlu, am Samstagmorgen dem Privatsender NTV. Der Entführer sei zwischen 28 und 30 Jahren alt gewesen und , sagte Mutlu weiter. Es handle sich um ein "Mitglied einer Terrororganisation", eine Bezeichnung für Anhänger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Er habe alleine gehandelt.

Der Mann habe einen "Mechanismus und Kabel" an seinem Körper befestigt gehabt. Sprengstoffexperten untersuchten, ob diese Apparatur funktionstüchtig gewesen sei. Es stellte sich heraus, dass der Mann eine Attrappe bei sich trug. Am Körper des Mannes sei ein Apparat bestehend aus Kabeln und einer bombenähnlichen Flasche gefunden worden. Die Passagiere und Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit. Die Geiseln seien unverletzt befreit worden. Die Kommandoaktion sei von Marinesoldaten und Spezialkräften der Polizei ausgeführt worden.

Die Operation habe in der Bucht von Silivri stattgefunden, einer Stadt westlich von Istanbul, nachdem die Fähre dort wegen Treibstoffmangels Anker geworfen hatte. Die Fähre verkehrte zwischen den Hafenstädten Izmit und Gölcük im östlichen Maramarameer. Küstenschutzboote hätten das gekaperte Schiff eingekreist. Erst gingen die Sicherheitskräfte von weiteren Geiselnehmern aus: Der Mann hatte behauptet, er werde von vier Komplizen unterstützt.

APA/Red.

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