Geist und Ungeist

Bild: Lisi Niesner / Reuters

Am Sonntag ist Pfingsten. Es ist das Fest des Heiligen Geistes. Was oder wer ist das, der Heilige Geist? Alle wissen, was ein "guter Geist" ist: wenn in einem Betrieb ein gutes Arbeitsklima herrscht.

Am Sonntag ist Pfingsten. Es ist das Fest des Heiligen Geistes. Was oder wer ist das, der Heilige Geist? Alle wissen, was ein "guter Geist" ist: wenn in einem Betrieb ein gutes Arbeitsklima herrscht.

Wenn in einer Fußballmannschaft ein starker Teamgeist alle verbindet. Wenn in einer Familie Eintracht und Frieden den Alltag prägen – dann können wir sagen: Hier ist ein guter Geist am Werk! Doch gibt es auch den Ungeist. Wenn Misstrauen gesät wird. Wenn Rivalitäten den Teamgeist zerstören. Wenn Unversöhnlichkeit das Familienklima vergiftet – dann ist der Ungeist am Werk! Nicht jeder Geist kommt schon vom Heiligen Geist. Deshalb sagt die Bibel: "Unterscheidet die Geister." Das gilt für alle Lebensbereiche.

Das gilt zurzeit besonders dringend für die Politik. Regierungskrise. Präsidentschaftswahl. In dieser Zeit braucht unser Land viel guten Geist. Und möge es vom Ungeist bewahrt bleiben. Wir haben ein gesegnet schönes Land, wir leben in einem Land, das viele gute Kräfte hat. Welchen Geist brauchen wir jetzt besonders? Ich denke: den Geist des Miteinanders. Er hat Österreich stark gemacht. Den Geist der Solidarität.

Er hat ermöglicht, dass die Schwächeren nicht einfach unter die Räder kommen. Den Geist der Offenheit. Er hat Österreich weltweit als Ort der Begegnung und als Brücke zwischen den Völkern berühmt gemacht. Und den Geist des Glaubens. Er gibt den Mut für die Zukunft. Um all das lohnt es sich, zu Pfingsten zu beten.

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