Richard Riedl aus Muthmannsdorf (Bezirk Wr. Neustadt) kämpft um ein wenig Normalität. Er ist ab dem dritten Halswirbel gelähmt und "würde gerne einmal raus aus den eigenen vier Wänden, um in einem Supermarkt einzukaufen". Sein sehnlichster Wunsch: Ein Spezial-Rollstuhl mit Raupen statt Rädern. Aber dieses Modell ist für ihn als Mindestrentner unfinanzierbar.
Richard Riedl aus Muthmannsdorf (Bezirk Wr. Neustadt) kämpft um ein wenig Normalität. Er ist ab dem dritten Halswirbel gelähmt und "würde gerne einmal raus aus den eigenen vier Wänden, um in einem Supermarkt einzukaufen". Sein sehnlichster Wunsch: Ein Spezial-Rollstuhl mit Raupen statt Rädern. Aber dieses Modell ist für ihn als Mindestrentner unfinanzierbar.
"Querschnitt ist besser als Durchschnitt!" Die Aufschrift auf dem T-Shirt von Richard Riedl (60) zeigt, dass er trotz seiner Behinderung den Humor nicht verloren hat. Die Vorgeschichte: Vor fünf Jahren stürzte der gelernte Koch beim Paragleiten ab und wurde schwer verletzt. Nach einer Operation kam es zu Komplikationen. Seither kann er weder Arme noch Beine bewegen. Er lernte den Umgang mit dem Elektro-Rollstuhl, kann seinen Alltag trotz der Behinderung so gut es geht selbst meistern.
Besuch im Supermarkt fast unmöglich
Doch oft fühlt er sich in seinen eigenen vier Wänden gefangen. "Ich lebe am Land, da gibt es keine barrierefreien Autobusse und es ist fast unmöglich zum Supermarkt zu kommen. Nicht einmal meine Glasflaschen kann ich entsorgen, weil der Randstein zu hoch ist", so der alleinstehende Mindestrentner. Er träumt von einem Spezial-Rollstuhl für den Outdoor-Bereich, der ihm zu mehr Mobilität helfen würde. "Doch ich bekomme keine Bewilligung von der Krankenkasse, weil ich schon einen Indoor-Rollstuhl habe. Ich habe schon so viele Telefonate geführt, es ist zwecklos", so Riedl verzweifelt.
"Heute" fragte bei der NÖ Gebietskrankenkasse nach und diese kündigt nun Hilfe an. "Natürlich hat Herr Riedl die Möglichkeit seinen Indoor-Rollstuhl zurückzugeben und einen Antrag auf ein Kombi-Modell für den Innen- und Außenbereich zu stellen", so Pressesprecherin Elisabeth Heinz.