Geld für Begräbnis der Oma fehlt: Mann überfällt Bank

Nach dem Tod der Oma fiel ein Tausender im Monat weg, die Bestattung war zu begleichen, ein Unternehmer wurde zum Räuber - jetzt zahlte der 57-Jährige die Rechnung vor Gericht.
Ende März war ein Unternehmer (57) mit einer 50 Jahre alten, funktionsunfähigen Pistole in eine Bank in Bad Vöslau (Bezirk Baden) gegangen, forderte Bargeld, stopfte 30.000 € in ein Sackerl, flüchtete und wurde nach nur wenigen Stunden festgenommen. Denn der 57-Jährige wohnte in der Nähe des Tatorts ("Heute" berichtete).

"Hatte Panik, Begräbniskosten nicht zahlen zu können"

Am Dienstag musste der Selbstständige am Landesgericht in Wr. Neustadt auf die Anklagebank. „Meine Großmutter hat mich mit 1.000 € im Monat unterstützt, dafür habe ich sie gepflegt. Und im März starb sie, ich hatte einfach totale Panik, die Begräbniskosten nicht bezahlen zu können", meinte der Vater eines behinderten Sohnes (sitzt im Rollstuhl). Per Handschlag entschuldigte sich der umfassend geständige und reuige Angeklagte bei den Bankangestellten. "Es war ein Blackout, es tut mir wahnsinnig leid", so der 57-Jährige beim Prozess.

Das Urteil (Strafrahmen ein bis 15 Jahre Haft): 3 1/2 Jahre Haft für den bis dato unbescholtenen Unternehmer. Der Richterspruch ist allerdings nicht rechtskräftig.

(Lie)

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