Geldfälscherin soll Opfer Säure ins Auge getropft haben

Die mutmaßliche Bandenchefin (r.) und ein weiterer Angeklagter (l.)
Die mutmaßliche Bandenchefin (r.) und ein weiterer Angeklagter (l.)Denise Auer
Schwere Vorwürfe gegen eine Serbin (57): Sie soll falsche Banknoten in Umlauf gebracht und gemeinsam mit einem Mann einer Frau das Auge verätzt haben. 

Eine Geldfälscherin (57) und ein Mann sollen eine Untermieterin schwer verletzt haben, um Versicherungsgeld zu kassieren: Die mutmaßliche Bandenchefin Divna C. habe zuvor die Bulgarin unfallversichert und dann attackiert. Das Opfer musste sich in der Wohnung in Wien-Hernals auf den Badezimmerboden legen und die Augen aufreißen – der Begleiter soll dann ätzende Säure in ihr Auge geträufelt haben. Gegen ihn wird ein separates Strafverfahren geführt. Die am Donnerstag Angeklagte Serbin habe lediglich die Lider mit den Fingern aufgespreizt.

Star-Anwälte verteidigten

Verteidigten die Angeklagten: Philipp Wolm, Niki Rast und Christian Werner (von links)
Verteidigten die Angeklagten: Philipp Wolm, Niki Rast und Christian Werner (von links)Denise Auer

Der Prozess gegen die gesamte mutmaßliche Geldfälscher-Bande (Philipp Wolm und Niki Rast verteidigten die weiteren Angeklagten Vater und Sohn Danijel und Alexandar M.) fand am Wiener Landesgericht statt. Die 57-jährige Frau gab zwar die 500-Euro-Blüten zu, die sie in Verkehr gebracht haben soll – bestritt aber den Säure-Angriff vehement: "Die Bulgarin hat sich beim Putzen verletzt", behauptete sie. Brisant: Dem Säure-Opfer soll angeblich wenig später in Ungarn der Daumen abgetrennt worden sein. Die Verhandlung wurde vertagt. Eine weitere Zeugin wird vorgeladen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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