Eskaliert war bereits 2011 ein Polizeieinsatz bei einer Treibjagd. Nachdem ein Tierschützer das Geschehen in Kainbach bei Graz per Video festhielt, riefen die beteiligten Jäger die Polizei. Ein Beamter soll dabei den Tierschützer geschlagen und minutenlang am Boden fixiert haben, was per Video dokumentiert wurde. Vor Gericht wurde der Beamte nun zu 2.400 Euro Geldstrafe verurteilt.
, was per Video dokumentiert wurde. Vor Gericht wurde der Beamte nun zu 2.400 Euro Geldstrafe verurteilt.
Mit Kollegen hielt der Tierschützer die Fasanjagd auf seiner Kamera fest. Den Jägern passte das gar nicht - sie riefen die Polizei. Der angeklagte Beamte soll daraufhin den Tierschützer geschlagen, zu Boden gerungen und 20 Minuten lang auf ihm gesessen sein. Der Polizist gab an, dass der Aktivist ihn angegriffen habe, was sich laut Staatsanwalt als falsch herausstellte und dem Beamten neben der Körperverletzung und dem Missbrauch der Amtsgewalt auch eine Anklage wegen Verleumdung einbrachte.
Der Angeklagte beteuerte seine Unschuld. Auf dem Video selbst war zwar kein tätlicher Angriff, aber die minutenlange Fixierung am Boden zu erkennen. Der Beamte räumte ein, dass er sich durch die Videoaufzeichnung "irritiert" gefühlt habe. Der Prozess wurde mehrmals verschoben, weil zusätzliche Gutachten eingeholt wurden. Nun wurde der heute 49-jährige Gruppeninspektor nicht rechtskräftig zu 2.400 Euro Geldstrafe und vier Monaten bedingter Haft verurteilt.