1,1 Millionen Euro Beute hatte der 27-jährige Rijad K. durch Österreich nach Ungarn geschafft. Vor Gericht bot er am Dienstag an, die Polizei zum Versteck zu führen.
In München stehtein Prozess rund um einen Geldtransporter-Fahrer nun vor einer spannenden Wendung: Rijad K. will der Polizei das Versteck in einem Waldstück in Ungarn zeigen, wo die Beute - 1,1 Millionen Euro - liegen soll.
Der Serbe hatte im August 2017 während einer Tour in der Blumenau die Abwesenheit zweier Kollegen genutzt, den Geldtransporter einfach um die Ecke gefahren und mit Hilfe eines Bekannten den Millionenbetrag aus dem Auto abtransportiert. K. wurde wenig später an der serbischen Grenze festgenommen, und auch sein Helfer wurde mittlerweile von der Polizei gefasst.
Mildere Strafe, wenn er Beute zurückgibt
Das Gericht hatte dem Angeklagten eine mildere Strafe in Aussicht gestellt, wenn er sich umfassend zur Sache äußert - und die versteckten 1,1 Millionen Euro wieder zurückgibt. Am dritten Verhandlungstag willigte Rijad K. ein, das Versteck zu verraten.
Eine Haftstrafe zwischen dreieinhalb und vier Jahren hatte das Gericht dem Angeklagten für ein umfassendes Geständnis angeboten. Doch seine Aussage des Angeklagten wirft für die Staatsanwaltschaft auch Fragen auf.
Schilderungen nicht stimmig
Nicht alles in seinen Schilderungen zum Tathergang sei stimmig. So behauptete er, den Tresorraum mit Hilfe eines Gummis geöffnet zu haben. "Den Tresor kann man nicht mit einem Gummiband überwinden. Das bleibt unverständlich", sagte dazu die Staatsanwältin.
Bleibt abzuwarten, ob in dem ungarischen Wald tatsächlich 1,1 Millionen Euro schlummern.
(red)