Plüsch-Penisse und ein Häuferl Kunst im Museum

In Rotterdam ist Fasching. Statt Piraten und Prinzessinen tummeln sich hier aber nur Nackerpatzerln. Schuld an der "Penis-Parade" ist das Austro-Kollektiv Gelitin.
Alabasterfarbene Hängebrüste da, Kronjuwelen aus Frottee dort, ein Pappmaché-Penis zum Drüberstreuen – und mittendrin haufenweise freudig erregte Menschen, die sich vor den Spiegeln tummeln und endorphinschwanger um einen Haufen Sch*** tanzen.

Besucher schlüpfen in Nackt-Kostüm

Im Rotterdamer Museum Boijmans Van Beuningen steigt bis 12.8. eine Kostümparty. Statt als Prinzessin und Pirat verkleiden sich die Gäste hier aber kollektiv als Nackerpatzerln. Reinschlüpfen, überstülpen, abtauchen – die Austro-Truppe Gelitin (Ali Janka, Tobias Urban, Florian Reither und Wolfgang Gantner – sie werkten früher unter dem Namen "Gelatin") frönt in der Schau "Vorm – Fellows – Attitude" der blanken Haut.



Genitalien-Schlacht mit Gelitin: Der ORF-Kulturmontag war dabei.

CommentCreated with Sketch.3 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Gelitin verwandelten Gemächt in Springbrunnen

Die vier Mannen, die bereits 1978 im Ferienlager gemeinsam stiften gingen und diesen Weg mit Aufregern wie dem „Arc de Triomphe" 2003 in Salzburg (nackter Man als Springbrunnen) oder einem überdimensionalem pinken Strickhasen auf einer Alm im italienischen Piemont 2005 bis heute fortsetzen, wandeln bis 12.8 in den Niederlanden auf dem schmalen Grat zwischen Installation, Performance, Malerei und Architektur. Übrigens: Das Magazin „trend" sieht Gelitin in einem aktuellen Ranking auf Platz 10 der 100 erfolgreichsten heimischen Kreativen.



Salvatore Viviano widmete der "lustigsten Boygroup der Welt" 2016 sogar einen Film

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