Nach den vielen Regentagen, könnten wir von einer lästigen Gelsenplage heimgesucht werden. "Die Rahmenbedingungen für Gelsen sind derzeit gegeben", sagt Fritz Gusenleitner, Insektenexperte und Leiter des Linzer Biologiezentrums.
"Gelsen brauchen ein feuchtes Milieu. Wenn es viel regnet und noch dazu warm ist, entwickeln sie sich optimal." Es könnte also bald soweit sein: "Zehn Tage bis drei Wochen dauert die Entwicklung vom Ei zum fertigen Tier", sagt Gusenleitner.
Die Stechmücken entwickeln sich am besten in stehenden Gewässern und feuchten Wiesen. Besonders freuen sie sich über Regentonnen, aber auch schon ein kleiner Spielzeugkübel oder eine Pfütze reicht ihnen. Dort legen sie dann ihre Eier ab, durchlaufen vier Larvenstadien im Wasser und werden schließlich zur Stechmücke.
Körpergeruch lockt Gelsen an
Durch den individuellen Körpergeruch eines Menschen werden die Gelsen angelockt. Sie spritzen zuerst ein Betäubungsmittel in die Wunde, damit der Mensch den Stich nicht sofort bemerkt und die Gelse tötet oder verjagt. Zusätzlich gelangt ein Stoff gegen die Blutgerinnung beim Stich in die Wunde. Danach saugen sie das Blut auf.
Bei den Gelsen stechen übrigens nur die Weibchen. Gusenleitner erklärt den Grund: "Ohne das Blut können ihre Eier nicht reifen."
(rs)