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Gemeinde jagt jetzt WC-Vandalen mit Kopfgeld

Heute Redaktion
13.09.2021, 21:43

Unbekannte verwüsteten kürzlich eine öffentliche Toilette in Flims. Die Gemeinde reagiert: Das WC wurde geschlossen – und auf die Täter ein fettes Kopfgeld ausgesetzt.

"Das WC ist wegen Vandalismus bis auf weiteres geschlossen", heißt es in einem Schreiben der Gemeinde Flims im Schweizer Kanton Graubünden. Es hängt am Fenster des Frauen-WCs einer öffentliche Toilette direkt bei der Post. "Als im Dezember das Damen-WC verwüstet wurde, haben wir die öffentlichen WC-Anlagen bei der Post geschlossen", sagt Martin Kuratli, Flimser Gemeindeschreiber, gegenüber der "Südostschweiz".

Die Gemeinde habe zudem wegen Sachbeschädigung Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Und um den Vandalen auf die Schliche zu kommen spart die Gemeinde keine Kosten: "Die Politische Gemeinde Flims hat für Hinweise, die zur Ergreifung der Täterschaft führen, eine Belohnung von bis zu 1.000 Franken (umgerechnet 918 Euro) ausgesetzt", heißt es im Schreiben bei der Toilette weiter.

Bis zu 1000 Franken Kopfgeld

Falls man die Täter erwischt, müssten sie mit einer saftigen Busse rechnen. "Wenn sie alt genug sind, werden wir sie wegen Sachbeschädigung bei der Staatsanwaltschaft anzeigen", sagt Kuratli zur "Südostschweiz". Und weiter: "Wir haben null Toleranz für diese mutwillige Zerstörung von öffentlichem Eigentum."

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Dass das öffentliche WC nicht mehr genutzt werden kann, kommt nicht nur bei den Leuten schlecht an, die dringend mal müssen. Auch die Betriebe rund um die Toilette bemerken das Fehlen des WCs: "Es ist auffällig, dass die Leute seither sehr oft bei uns aufs Klo gehen", heißt es auf Anfrage.

Auch Brandstiftung

Laut Roman Rüegg, Sprecher der Kantonspolizei Graubünden, kommt Vandalismus immer mal wieder vor. Gerade in Graubünden hänge der Vandalismus häufig von der Saison ab. "Wenn mehr Betrieb ist, also in der Hochsaison, passiert mehr", so Rüegg. Was aber nicht heiße, dass die Täter zwingend Touristen sind. Wichtig sei, dass man bereits den Kindern ein Verständnis vom Eigentum anderer vermittle: "Durch Vandalismus hat jemand anderer einen Schaden, und das will man bei sich selbst ja auch nicht."

Im Kanton St. Gallen haben es Vandalen immer wieder auf öffentliche WC-Anlagen abgesehen. "Häufig sind das Schmierereien oder es geht ein Brünneli kaputt", so Gian Andrea Rezzoli, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Auch Brandstiftung komme vor.

(viv/lad)