Gemeindebau:"Hilfe! Wir haben feuchte Wände"

Eine Familie aus dem Gemeindebau "Thürnlhofstraße" in Simmering beschwert sich über horrende Zustände. Wiener Wohnen bestreitet dies.

Seit fünf Jahren wohnt Familie W. im achten Stock des Gemeinbaus Thürnlhofstraße in Simmering. Die junge Familie hat zwei Kinder, einen siebenjährigen Sohn und ein viermonatiges Baby. Mercedes W. wandte sich in ihrer Verzweiflung an "Heute", denn sie sei mit ihren Mitteln am Ende.

Nach Dachreparatur weiterhin Wasserschaden in der Wohnung

Das Haus hatte im Jänner ein kaputtes Dach und danach einen Wasserschaden, berichtet die Bewohnerin Mercedes W. Nach Reparaturarbeiten einer von Wiener Wohnen beauftragten Fachfirma war der Ärger und die Sorge noch lange nicht vorbei. "Wir haben weiterhin Flecken an den Wänden, man sieht dies sogar von Außen", betont die Mutter. Nach einer eigenen Feucht-Messung sei ihr klar, die Wände seien weiterhin feucht und somit eine Gefahr für ihre Familie. Die Außenfassade sei ebenso schimmlig und zusätzlich sei der Lift etliche Male defekt gewesen.

Mieterin wandte sich an die Wohnungskommission

"Wenn ich mit zwei Kindern in die Wohnung in den achten Stock muss, dann ist das ohne Lift eine echte Qual", seufzt sie. Wiener Wohnen habe sich außerdem darauf ausgeredet, dass die nassen Stellen an den Außenwänden vom Regen seien, beklagt die Mieterin. Mittlerweile habe sie sich an die Wohnungskommission gewendet und die habe ihre Befürchtung der Feuchtigkeit in ihrer Wohnung bestätigt. Sie ist sich sicher, dass das Haus schon längst sanierungsbedürftig wäre.

Wiener Wohnen bestreitet Vorwürfe

Wiener Wohnen betonte in einer Stellungnahme zu "Heute", dass die Bilder die Hausfassade nach einem Regenfall zeigen würden. Auch bei den von der Mieterin als Schimmel bezeichneten Flecken, handle es sich um Schmutz bzw. oberflächliche Ablagerungen. Durch die u-förmige Ausführung des Stiegenhauses sei dieser Teil für solche Verschmutzungen prädestiniert, entgegnet die Wiener Wohnen Pressestelle.

Das Dach über der Wohnung von Familie W. wurde, laut Wiener Wohnen, bei Starkregen beschädigt und umgehend durch einen Spengler ausgebessert. In der Wohnung selbst haben sich zwei handtellergroße Flecken gebildet, aber die Mieter hätten das Angebot, die Schäden durch die von Wiener Wohnen beauftragte Fachfirmen beheben zu lassen, abgelehnt.

"Aufzug durch Vandalismus beschädigt, Türen werden aber erneuert"

Der Aufzug sei durch Vandalismus beschädigt worden, betont Wiener Wohnen. "Die in Mitleidenschaft gezogenen Innentüren werden demnächst erneuert", so Pressesprecher Markus Leitgeb.

Wunsch nach einer Wohnung im ersten Stock bleibt offen

Laut der Mieterin war der Lift des Öfteren defekt. Mit dem Kinderwagen sei es schwierig in den achten Stock zu kommen, wenn der Lift defekt sei. Familie W. wünsche sich nichts so sehr als in den ersten Stock zu ziehen, denn dort gebe es noch eine leere Wohnung. Damit auch ihr Baby nicht in einer Wohnung mit nassen Wänden leben müsste. Darauf gab es von Seiten von Wiener Wohnen leider noch keine Antwort.

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