Gemeinde-Bediensteter als Hitlerfan: Bedingte Haft

Bild: Fritz Schaler
Weil er einem Bikerklubkollegen verdächtige Nazibilder geschickt haben soll, musste ein 53-Jähriger Gemeindebediensteter in Wr. Neustadt vor Gericht.
Ein 53-Jähriger saß am Dienstag wegen des Verbrechens nach dem Verbotsgesetz in Wr. Neustadt auf der Anklagebank. Der 53-Jährige war auf kuriose Weise "aufgeflogen".

Das 53-jährige Mitglied eine Motorradklubes hatte bei seiner Hochzeit auch einen Biker-Kollegen eingeladen. Dieser Kollege kam zu Sturz, war bewusstlos. Die Rettung versorgte den Mann, ein Sanitäter durchforstete wegen der Angehörigenverständigung das Handy des Opfers und stieß auf verdächtige Nachrichten, übergab die Causa der Polizei, kurz darauf wurde der Verfassungsschutz tätig. Der 53-Jährige soll dem Kollegen laut Anklage Nazisprüche und -fotos geschickt haben.

18 Monate bedingt

Vor Gericht meinte der 53-Jährige: "Ich habe nichts mit Rechten zu tun. Ich wusste nur, dass meinem Kollegen das gefällt und deshalb habe ich es geschickt." Richter Hans Barwitzius zitierte einen Chat und meinte in Richtung Angeklagtem: "Nigger dürfen Schwarze in den Straßen der Bronx sagen, aber kein Weißbrot wie Sie." Der bisher unbescholtene Gemeindemitarbeiter bekam 18 Monate bedingte Haft (nicht rechtskräftig). (Lie)

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