Welt

Gene entscheiden, wer von Gelsen gestochen wird

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:01

Zwar besagt eine Volksweisheit, dass Gelsen auf Menschen mit süßem Blut fliegen. Dass dem nicht so ist, haben nun Forscher um James Logan von der London School of Hygiene and Tropical Medicine im Fachmagazin "PLoS One" beschrieben. Vielmehr entscheiden die Gene, wer Opfer von Gelsen wird.

Zwar besagt eine Volksweisheit, dass Gelsen auf Menschen mit süßem Blut fliegen. Dass dem nicht so ist, haben nun Forscher um James Logan von der London School of Hygiene and Tropical Medicine im Fachmagazin "" beschrieben. Vielmehr entscheiden die Gene, wer Opfer von Gelsen wird.

Für die Studie haben die Forscher 18 eineiige (und damit genetisch so identisch wie mögliche) und 19 zweieiige weibliche Zwillingspaare als Opfer für Gelsen auserkoren. Jeweils ein Zwilling wurde am Ende eines Flugkanals platziert. Die Gelsen in dem Kanal mussten sich an einer Gabelung entscheiden, auf welchen Zwilling sie "fliegen". Am Ende des jeweiligen Kanals wartete die Hand der Versuchsperson auf die blutgierigen Gelsen.

Nach unzähligen juckenden Stichen war klar: Bei eineiigen Zwillingen wurde von den Tieren keine Person bevorzugt. Bei zweieiigen gab es hingegen eindeutige Entscheidungen für einen Zwilling. Dies weise darauf hin, dass Gene das Mückenstichrisiko bestimmen, man dies also vererbt bekomme.

Die Studie soll zu zwei Zielen führen: Einerseits soll ein Mittel gefunden werden, das die Sensoren der Mücken blöckiert, die sie menschliche Haut finden lassen. Andererseits soll damit ein effektives Mittel gegen von Mücken übertragene Malaria gefunden werden - indem sie eben einfach keine Opfer für die Stiche mehr finden.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen