Deutscher Generalstreik: Spur führt nach Österreich

Von Dienstag bis Samstag soll ganz Deutschland in den Generalstreik treten. Die Initiatoren sind schleierhaft, eine Spur führt sogar nach Österreich.

Als ein Österreicher am 20. März um 21.47 Uhr einen Aufruf für den deutschen Generalstreik auf Facebook stellte, konnte er nicht ahnen, wie viele Menschen das Posting erreichen würde.

Das Posting wurde 42.000 Mal geteilt und erhielt fast 7.000 Likes, mittlerweile ist es gelöscht. Aber: Der Mann ist nicht der Urheber, wie er gegenüber dem Portal "T-Online" erklärte.

"Ich habe diesen Aufruf von mehreren Facebook FreundInnen als Privatnachricht geschickt bekommen und war von der Idee begeistert. Da im Schreiben dazu aufgerufen wurde, diese Nachricht so weit wie möglich zu verbreiten, habe ich mich entschlossen, es auf meinem Facebook Profil öffentlich zu teilen", heißt es in einer Stellungnahme des Österreichers, der sich "Waldguru" nennt und laut eigener Webseite "die stärksten und wirksamsten Nano-Frequenz-Kristalle der Welt" verkauft.

Facebook-Sperre

Der Österreicher sei fälschlicherweise für den Urheber gehalten und "von Vertretern der Antifa kontaktiert und als rechter Spinner beschimpft" worden. Das Posting wurde gemeldet, der Mann ist von Facebook für 30 Tage gesperrt und kann nur lesen, aber nichts beantworten, liken oder posten.

Der Streikaufruf geistert seit Tagen durchs Netz und rät Unzufriedenen, sich zum "gewaltlosen Aufstand" krank zu melden oder Urlaub zu nehmen. Wogegen sich der Streik richten soll, weiß wohl keiner so genau. Laut "T-Online" wird der Appell mit verschiedenen Begründungen geteilt. Einmal ist es ein drohender Bürgerkrieg, dann wieder die Russland-Politik oder die Ausbeutung Deutschlands durch die EU.

Quelle: Screenshot Facebook

Spur in russisches Netzwerk

Die Spur des Aufrufs verliert sich im russischen sozialen Netzwerk vkontakte. Dort veröffentlichte eine Frau wohl als erste den Aufruf am 20. März um 11.06 Uhr. Auf eine Anfrage von "T-Online" reagierte sie nicht, sondern postete kurz danach "NIEMALS mit den ...seltsamen Medien reden...sie verdrehen...nur alles!"

Letztlich dürfte der Streik nicht zu viele Auswirkungen haben. "Deutschland wird selbst bei Beteiligung einiger Tausend Menschen nicht mehr stillstehen als sonst in den Osterferien auch", schreibt "T-Online".

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(lu)

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