Jeder sollte zumindest einen guten Schraubenzieher zu Hause haben, um die gängigsten Reparaturen schnell selbst erledigen zu können. Doch eine praktische Funktion übersehen die meisten Heimwerker: das Loch im Griff.
Viele verwenden das Loch einfach, um das Werkzeug irgendwo aufzuhängen. Manche führen sogar eine Schnur hindurch, damit das besser klappt. Doch die eigentliche Funktion ist viel nützlicher.
Wie chip.de berichtet, kann das Loch im Griff als Hebelhilfe dienen. Wenn sich eine Schraube einfach nicht lösen lässt, egal wie viel Kraft man aufwendet, steckt man einfach einen zweiten Schraubendreher oder ein anderes längliches Werkzeug durch das Querloch und benutzt es als Hebel.
So lassen sich festsitzende Schrauben deutlich einfacher lösen. Je länger der Hebel, desto weniger Kraft braucht man. Daher sollte man beim Kauf eines Schraubendrehers darauf achten, dass ein solches Querloch im Griff vorhanden ist.
Alternativ gibt es auch Modelle mit einer Aufnahme für Sechskantschlüssel, die denselben Zweck erfüllen. Allerdings braucht man dann auch die passende Größe, was bei dem Trick mit dem Loch nicht der Fall ist.
Allerdings sollte man darauf achten, nicht zu viel Kraft auf die Schraube auszuüben, sonst bricht sie ab. Wenn sich die Schraube dreht, aber nicht weiter herauskommt, verformt sich möglicherweise das Material, und der Kopf könnte abreißen. In dem Fall hilft es, etwas Kriechöl zwischen Schraube und Material zu sprühen.
Auch beim Eindrehen einer Schraube ist Vorsicht geboten. Fehlt nur noch ein kleines Stück und droht die Schraube zu brechen, lohnt es sich, sie noch einmal herauszudrehen und ein kleines Loch vorzubohren.