"Diese Platte fühlt sich irgendwie neu an, aber neu in einem 'old school' Sinne", sagt Nick Cave über sein neues Album "Push the Sky Away". Recht hat er.
"Diese Platte fühlt sich irgendwie neu an, aber neu in einem 'old school' Sinne", sagt Nick Cave über sein neues Album "Push the Sky Away". Recht hat er.
Das neue Album ist dunkel, es hat Songs mit tollem lyrischen Text und es ist langsam und getragen. Nick Cave, für alle, die es noch nicht wissen, schreibt auch hin und wieder ein Buch - aber Achtung!, Caves Bücher sind nichts für zartbesaitete, denn er erschlägt einen mit den wortgewaltig-depressiven und brutalen Werken. Sie zu lesen zahlt sich trotzdem aus.
Von der Austauschbarkeit der großen weiten Pop-Welt kann man bei Cave und seinen Bad Seeds nach 30 Jahren noch immer nichts entdecken. Stattdessen wurden der Australier und seine Mannen ein wenig weichern, nicht mehr ganz so laut und kantig. Vielleicht liegt es daran, dass Cave jetzt clean ist.
In Österreich schaffte es "Push the Sky Away" auf Platz 1 der Albumcharts. Das letzte Mal, als ihm das gelang, war er extrem Heroinabhängig und wurde mit seinem Kylie-Minogue-Duett "Where the Wild Roses Grow" massentauglich.
Wer Nick Cave und seine Bad Seeds live sehen will, kann das übrigens 2013. Am 17. August kommen Cave und seine Mannen aufs Frequency Festival nach St. Pölten.
Tracklist
We No Who U R
Wide Lovely Eyes
Water's Edge
Jubilee Street
Mermaids
We Real Cool
Finishing Jubilee Street
Higgs Boson Blues
Push the Sky Away