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"George Floyd wird die Welt für immer verändert haben"

Zwei Wochen nach seinem Tod in Minneapolis wurde George Floyd in Pearland bei Houston beigesetzt.

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    Die Menschen nehmen Abschied von George Floyd.
    Die Menschen nehmen Abschied von George Floyd.
    picturedesk.com

    Am Dienstag fand die die Beisetzung des getöteten Afroamerikaners George Floyd in Houston statt. Schon einen Tag zuvor hatten Hunderte am Sarg Abschied genommen. Der 46-jährige Floyd war in Houston aufgewachsen, bis er später nach Minneapolis zog. Floyd wurde neben seiner Mutter begraben werden. 

    Die Trauerfeier fand in der Fountain of Praise-Kirche in Houston statt. Aufgrund der Schutzmaßnahmen wegen des Coronavirus wurden in der Kirche anstatt der 2.000 nur 500 Personen eingelassen. Zudem mussten alle Trauernden durch einen Metalldetekor gehen und die Temperatur wurde vor dem Eintreten gemessen.

    Bürgerrechtler und Prediger Al Sharpton hält Rede 

    Der US-amerikanische Bürgerrechtler und Reverend Al Sharpton hielt bei der Trauerfeier von George Floyd eine Rede. Die Familie von Floyd wünschte sich, dass er als Hauptredner am Gottesdienst auftritt. Sharpton setzt sich seit Jahrzehnten für Bürgerrechte ein. Im November 2006 führte er den Protestmarsch wegen des Todes des 23-jährigen schwarzen New Yorkers Sean Bell an, der von New Yorker Polizisten getötet wurde.

    "Es wird eine Feier werden! Wir wollen sein Leben zelebrieren", sagte Reverend Mia K. Wright. Die Trauerfeier bestand aus Reden und musikalischen Beiträgen.

    Biden mit emotionaler Videonachricht an Floyds Familie

    Joe Biden hat eine Videonachricht für die Trauerfeier von George Floyd aufgenommen. Auf die Teilnahme an der Trauerfeier verzichtete er, da das zusätzliche Sicherheitsprotokoll von Floyds Gedenkfeier abgelenkt hätte, so Biden.

    "An Georges Kinder und Großenkel: Ich weiß. ihr vermisst seine Bärenumarmung, wie er euch auf den Schultern hielt, so dass ihr fast den Himmel berühren konntet." Und weiter: "Zu viele schwarze Amerikaner müssen jeden Tag aufwachen mit dem Gedanken, dass sie es vielleicht nicht durch denTag schaffen. Wir können uns nicht davon abwenden, vom systematischen Missbrauch Amerika kann es besser machen. Amerika muss es besser machen. Wenn es Gerechtigkeit für Floyd gibt, dann wird er die Welt für immer verändert haben", so Biden.

    Die Nichte von George Floyd, Brooke Williams, forderte Gerechtigkeit für ihren verstorbenen Onkel: "So lange ich atme, werde ich für Gerechtigkeit kämpfen." Williams hielt eine ergreifende Rede: "Die Polizisten zeigten keine Reue, als die Seele den Körper von meinem Onkel verließ. Er flehte um sein Leben und sie drückten ihn nur noch fester zu Boden. Warum ist das System so korrupt und kaputt? Keine Hassverbrechen mehr, bitte. Jemand sagte 'Make America Great Again' aber wann war Amerika jemals großartig?"