GoT-Schöpfer: "Die Serie war nicht gut für mich"

George R. R. Martin verspricht, sich nicht vom "Game of Thrones"-Ende beeinflussen zu lassen". Die Serie habe ihn gebremst.
1996 veröffentlichte Martin den ersten von sieben geplanten Bänden seines Opus Magnum "A Song of Ice and Fire". 2012 verwandelte HBO den Roman in die erfolgreichste TV-Serie aller Zeiten. Sieben Staffeln lang fesselte "Game of Thrones" die Zuschauer vor den Bildschirmen – und verärgerte sie schließlich mit einer kontroversen achten Season.

Das unbeliebte Finale kam George R. R. Martin zuvor. Während der Kampf um Westeros im Fernsehen längst entschieden ist, fehlen dem Schriftsteller noch zwei Bände zur Vervollständigung der Reihe. Die Angst der Fans ist groß, dass sein Ende so ausfallen könnte wie bei HBO.

Im Interview mit "The Observer" beruhigt Martin nun die Gemüter. Auf die Frage, ob die Serie einen Einfluss auf seine ausstehenden Romane haben werde, antwortet der 70-Jährige: "Nein, tut [sie] nicht. Es ändert überhaupt nichts. Du kannst nicht alle zufriedenstellen, also musst du dich selbst zufriedenstellen."

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Gebremst

Darüber hinaus räumt der Schriftsteller ein, dass ihm der Rummel rund um die HBO-Produktion nicht gut getan hat. Zum einen, weil er nicht länger in einer Buchhandlung stöbern kann, ohne erkannt zu werden. Zum anderen aufgrund des Erfolgsdrucks.

"Ich denke nicht, dass [die TV-Serie] sehr gut für mich war", so Martin. "Genau die Sache, die mich hätte anspornen sollen, hat mich am Ende gebremst. Jeden Tag habe ich mich hingesetzt, um zu schreiben, und sogar wenn ich einen guten Tag hatte ... fühlte ich mich schrecklich, weil ich dachte: ' Mein Gott, ich muss dieses Buch fertigstellen. Ich habe nur vier Seiten geschrieben, obwohl ich 40 hätte schreiben sollen.'"

(lfd)



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