In der Peter-Jordan-Straße plant die Stadt eine Einbahn – samt Radstreifen. Der Bezirk befragte die Döblinger. Von 900 sprachen sich nur 70 dafür aus.
Aufregung im noblen Döbling: In der Peter-Jordan-Straße plant die Stadt Wien stadteinwärts eine Einbahnregelung vom Linnéplatz bis zur Billrothstraße. Und: Mit einem Radstreifen soll das Radwegenetz dort ausgebaut werden.
Mehr als 800 Döblinger gegen Einbahn
Doch die Döblinger sind zwiegepalten. Der Bezirk schickte jetzt Fragebögen aus, wollte bis zum 7. April von den Bezirksbewohnern wissen, ob sie für oder gegen die geplante neue Einbahnregelung sind.
Das Ergebnis: "Wir haben rund 900 Rückmeldungen bekommen. Von diesen haben sich nur 70 für die geplante Einbahn ausgesprochen", sagt Daniel Resch, Döblings Bezirksvorsteher-Stellvertreter (ÖVP).
"Das zeigt klar, dass die Döblinger das nicht wollen", sagt Resch zu "Heute". Und: "Wir würden uns gerne mit der Vizebürgermeisterin an einen Tisch setzen." Resch könnte sich auch einen Radweg auf dem Gehsteig – statt des von der Stadt geplanten Radstreifens auf der Straße – vorstellen.
Einbahn und Radweg ab Sommer
Voraussichtlich wird der Gegenwind aus Döbling auf die Pläne in der Peter-Jordan-Straße keine große Auswirkung haben. "Im Radwegebauprogramm 2017 ist hier ein wichtiger Lückenschluss geplant", heißt es aus dem Büro von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne). Ab dem Sommer sollen sowohl die Einbahn vom Linnéplatz bis zur Billrothstraße stadteinwärts, als auch der geplante Radstreifen stadtauswärts – gebaut werden. (gem)