Österreich

Gericht bestätigte Haft nach Mord an 16-Jährigem

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:07

Das Urteil über einen 18-jährigen Oberösterreicher, dem der Mord an einem Schulkollegen vorgeworfen wurde, ist rechtskräftig. Es bleibt bei neun Jahren Haft und der Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

Das Urteil über einen 18-jährigen Oberösterreicher, dem vorgeworfen wurde, ist rechtskräftig. Es bleibt bei neun Jahren Haft und der Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

Berufungen von Verteidigung und Staatsanwaltschaft gegen das Strafausmaß wies das Oberlandesgericht Linz Mittwochnachmittag ab. Zuvor hatte schon der Oberste Gerichtshof den Schuldspruch im Geschwornenprozess im Landesgericht Ried im Innkreis im heurigen Mai bestätigt.

Der 18-Jährige tötete - laut Obduktion mit 25 Messerstichen und zwei Schlägen mit einem Hammer - seinen Freund. Das Motiv dürfte gewesen sein. Der als schwer depressiv beschriebene Jugendliche stellte die Tat als erweiterten Selbstmord dar. Er verübte zwar tatsächlich einen Suizidversuch, holte dann aber die Rettung.

Das Oberlandesgericht schloss die Öffentlichkeit von der Berufungsverhandlung nach einem entsprechenden Antrag des Verteidigers aus. Dieser hatte mit dem Schutz des persönlichen Lebensbereiches seines Mandanten argumentiert. Der Richtersenat stellte zur Bestätigung des Urteils der ersten Instanz fest, dass dessen Strafe "tat- und schuldangemessen und nicht korrekturbedürftig" sei. Auch an den Gutachten zur Psyche des Angeklagten sowie daraus resultierend seiner Gefährlichkeitsprognose bestehe kein Zweifel.

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