Gericht: "Cumhuriyet"-Online-Chef freilassen

Vorwurf an die Regierung: Es gehe darum, Kritiker zum Schweigen zu bringen
Vorwurf an die Regierung: Es gehe darum, Kritiker zum Schweigen zu bringenBild: Symbolfoto
Der Online-Chef der "Cumhuriyet" ist wegen Terrorpropaganda angeklagt. Nach einem Monat in Untersuchungshaft kommt er nun frei.

Ein Gericht in Istanbul verfügte am Mittwoch, dass Oguz Güven nach einem Monat Untersuchungshaft auf freien Fuß gesetzt wird. Auch die Zeitung des "Cumhuriyet"-Journalisten berichtete über die Freilassung ihres Online-Chefs.

Die Staatsanwaltschaft wirft Güven "Verbreitung von Propaganda für eine Terrororganisation" vor und fordert bis zu zehneinhalb Jahre Haft für den Journalisten. Der Prozess soll am 14. September beginnen. Güven war Mitte Mai in Istanbul festgenommen worden.

Dutzende Journalisten in Haft

Grundlage der Anschuldigungen ist eine Tweet der "Cumhuriyet", in der despektierliche Äußerungen über einen bei einem Autounfall verstorbenen Staatsanwalt gemacht worden waren. Güven wies die Vorwürfe zurück.

Derzeit sitzen noch zwölf Mitarbeiter der "Cumhuriyet" wegen Terrorvorwürfen in Untersuchungshaft. Nach dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 wurde in der Türkei der Ausnahmezustand verhängt. Seither wurden Dutzende Journalisten verhaftet oder angeklagt. (Red)

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