Ein deutsches Gericht hat über eine Beschwerde am Insolvenzverfahren für die insolvente Airline Niki entschieden, geklärt ist die Sache aber noch immer nicht. Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburghat die Beschwerde des Fluggastrechte-Portals Fairplane an das Landgericht Berlin weitergeleitet.
Das Portal hatte gefordert, dass das Insolvenzverfahren in Österreich statt in Deutschland stattfinden soll. Niki sei ja auch nach österreichischem Recht gegründet worden.
Antrag weitergereicht
Das Amtsgericht gehe aber davon aus, dass es keine Probleme bei einer Abwicklung des Insolvenzverfahrens in Deutschland gebe, weil der Mittelpunkt des Interesses von Niki in Berlin, nicht in Wien liege. Die Beschwerde könnte bis zum deutschen Bundesgerichtshof getragen werden.
Der Hintergrund: Fairplane rechnet sich bessere Chancen aus, Ansprüche für geschädigte Kunden geltend zu machen, wenn das Insolvenzverfahren in Österreich durchgeführt wird. Außerdem hat die Organisation einen Insolvenzantrag gegen Niki vor dem Landesgericht Korneuburg (NÖ) eingebracht. Eine Entscheidung dazu ist laut dem Landesgericht nicht vor nächster Woche zu erwarten.
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(lu)