Österreich

Gerichtsposse um Bitterlikör

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:58

Einen bitteren Nachgeschmack könnte die Niederösterreichische Landesaustellung für den Betreiber des Museumsshops in Raabs (Bez. Waidhofen) haben. Der Geschäftsmann nahm den Likör eines Apothekers aus dem Sortiment - nun klagt dieser auf 11.000 Euro Werbe-Entgang. Die Promille-Posse beschäftigt nun die Gerichte.

Der Handel schien für beide Seiten nur Vorteile zu haben. Im Shop der Landesausstellung in Raabs an der Thaya sollte auch der Waldviertler Bitterlikör des örtlichen Apothekers feilgeboten werden. Anfangs standen die bauchigen Flaschen auch in den Regalen, doch nach der ersten Abrechnung war damit Schluss. Grund: Der Apotheker zahlte statt der vereinbarten 30 nur 20 Prozent Provision an den Geschäftsmann. Dieser nahm das hochprozentige Produkt daraufhin aus dem Sortiment.

Nun flatterte Anwaltspost in den Briefkasten des Shopbetreibers. Der Apotheker verklagte ihn auf 11.000 Euro wegen Werbe-Entgangs. Der hochprozentige Zwist ist in der Vorwoche am Landesgericht Krems gelandet. Fritz Wennig, Anwalt des Klägers: Wenn 200.000 Leute daran vorbei gehen, ist die Werbewirkung enorm. Red Bull ist auch durch Werbung groß geworden. Heinrich Nagl, Anwalt des Shop-Betreibers, konterte trocken: Ich bezweifele, dass die Werbung das Produkt in Red Bull-Höhen gehievt hätte. Fortsetzung folgt...

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