Wirtschaft

Germanwings: Piloten planen zweitägigen Streik

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:09

Die Streikwelle bei Lufthansa-Billigtochter Germanwings geht weiter. Die Vereinigung Cockpit rief Piloten zum zweitägigen Ausstand ab Donnerstag auf. Alle Abflüge von deutschen Flughäfen sollen betroffen sein.

Piloten von Germanwings wollen am Donnerstag und Freitag streiken. Germanwings kündigte für diese Zeit einen Sonderflugplan an. Dieser wird am Mittwoch auf der Internetseite veröffentlicht.

Wie viele der 900 anberaumten Flüge der Billigtochter betroffen sein könnten, stand zunächst nicht fest. Die Fluggesellschaft kündigte an, möglichst viele Flieger in die Luft bringen. Auf jeden Fall stünden die 23 meist kleineren Maschinen zur Verfügung. Daneben sollen auch Ersatzmaschinen samt Besatzung zugechartert und Piloten aus dem eigenen Management eingesetzt werden.

Kein Kompromiss in Sicht

Gewerkschaft und Lufthansa tragen seit Monaten einen Tarifkonflikt aus. Von der Pilotengewerkschaft seien mehrfach Vorschläge für eine Gesamtschlichtung gemacht worden, sagte VC-Vize-Sprecher Markus Wahl der Deutschen Presse-Agentur. "Aber die Lufthansa hat alle Vorschläge ausgeschlagen. Irgendwann ist der Bogen überspannt."

Gestritten wird unter anderem über die Übergangsversorgung. Die Lufthansa beharre unter anderem auf einer deutlichen Verschlechterung bis hin zur Abschaffung der Übergangsversorgung für die jungen Piloten, teilte die VC mit. Das sei nicht akzeptabel.

Nach Ansicht der Lufthansa würde die zukünftig angebotene Übergangsversorgung auch nach der Neuregelung eine der besten in der Branche weltweit bleiben. Sie hätten der Gewerkschaft erst in dieser Woche eine Schlichtung angeboten. Die Streikankündigung zeige, dass es der Pilotengewerkschaft nicht um eine Lösung gehe.

Eine Woche, drei Streiktage

Erst am Montag waren die Flughäfen in Hamburg und Stuttgart durch Warnstreiks von Sicherheitspersonal nahezu lahmgelegt worden. Zehntausende Passagiere mussten umbuchen oder nahmen stundenlange Wartezeiten vor Abflug in Kauf. Auch in Hannover hatten Beschäftigte die Arbeit niedergelegt, allerdings ohne größere Auswirkungen.

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