Streifenpolizisten ist in der Wiener Burggasse ein großer Coup gelungen: Sie folgten einem verdächtigen Geruch und stießen im Keller eines ehemaligen Gassenlokals auf eine Cannabis-Plantage. Durch den Fund konnten Ermittler schließlich noch fünf weitere Anlagen ausheben.
Unter einer Bodenplatte fanden Polizisten in einem Lokal in der Burggasse 149 Cannabispflanzen mit ca. 6.300 Gramm Cannabis (Blütenstand) und weitere abgeerntete 306 Gramm. Im Auto des Besitzers (51) wurden weitere 112 Gramm – fertig verschweißt – sowie mehrere Waffen entdeckt. dabei handelte es sich um eine Gaspistole, ein Pfefferspray und drei Pistolen. Es wurde sogleich ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.
Fünf weitere Drogen-Plantagen
Ein Schlüsselbund im Gewahrsam des Mannes lieferte den Polizisten nach schwieriger Ermittlungsarbeit schließlich weitere fünf Adressen in den Bezirken 3, 7 und 19 sowie in Velm in Niederösterreich. Dabei handelte es sich um Wohnungen, Werkstätten und Kleingartenhäuser mit teilweise verschleierten Besitz- bzw. Mietverhältnissen, wo der Beschuldigte ebenfalls versteckte Aufzuchtanlagen betrieb.
Insgesamt wurden 423 Cannabispflanzen mit ca. 13.550 Gramm Cannabis (Blütenstand), sowie weitere abgeerntete ca. 3.100 Gramm Cannabis, ca. 15 Gramm Cannabisharz, 94 Gramm Kokain, 115 Gramm Amphetamin ("Speed") sowie Streckmittel sichergestellt. Darüber hinaus fanden die Beamten 100 Patronen des Kalibers 357 Magnum und ca. 1.800 Euro Bargeld.
Der 51-jährige Beschuldigte schweigt zu den Vorwürfen des Suchtmittelhandels. Ein 50-jähriger mutmaßlicher Mittäter, der in einer der besagten Wohnungen im 3. Bezirk festgenommen worden war, gibt den Anbau der Suchtmittel, nicht jedoch den Verkauf zu. Beide Männer befinden sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen bzgl. möglicher Zwischenhändler und Abnehmer sind im Gange.