Ein KLM-Passagierflug mit 259 Reisenden an Bord musste auf seinem Weg von Amsterdam nach Mexiko-Stadt einen ungeplanten Zwischenstopp auf den Bermudainseln einlegen. Der Grund: 100 Schweine im Frachtraum sorgten für einen so starken Geruch, dass die Crew zur Landung gezwungen wurde.
Nach rund sechs Stunden Flugzeit kontaktierte der Kapitän des Fluges KL685 die Flugsicherung in Bermuda und bat um eine Landung. Er erklärte dem Portal 'Bermuda Flyer', dass es sich zwar nicht um einen Notfall handle, aber die Sauerstoffversorgung an Bord sei eingeschränkt gewesen.
Nach der Landung wurden alle Passagiere und das Bordpersonal durch die Einreisekontrolle geführt und vorübergehend in Hotels auf der Insel untergebracht. Die Boeing 787 wurde gründlich gelüftet, bevor der Flug mit rund 30 Stunden Verspätung fortgesetzt werden konnte – diesmal ohne die Schweine.
Die Tiere wurden nach der Landung an einen sicheren Ort auf den Bermudainseln gebracht und dort betreut. "Das Wohlergehen der Tiere hat Priorität", teilte die Inselregierung mit. Später wurden die Schweine laut 'Daily Mail' mit einem Frachtflugzeug weiter nach Mexiko-Stadt transportiert.
Warum sich der Geruch so massiv in der gesamten Kabine und im Cockpit ausbreiten konnte, ist bislang unklar. Möglich sind Fehler bei der Verladung oder eine Störung des Belüftungssystems im Frachtraum.