Die Ermittler konnten jetzt in einer Bunker-Wohnung in Wien-Landstraße 67 gestohlene Gemälde im Gesamtwert von 2,45 Millionen Euro sicher stellen. Die Kunstwerke wurden im August 2014 aus einer Hietzinger Villa entwendet. Bei den Tätern soll es sich laut Polizei um eine extrem gefährliche Ost-Bande handeln.
Unter den 67 gefundenen von insgesamt 72 gestohlenen Gemälden im Gesamtwert von 2,5 Millionen Euro befinden sich "Kirschblüten in Grinzing" von Carl Moll (Wert: 350.000 Euro), "Geranien" von Koloman Moser (Wert: 200.000 Euro) und "Zigeunermädchen" von Oskar Kokoschka (Wert: 45.000 Euro). Die fünf noch fehlenden Bilder haben einen Gesamtwert von etwa 50.000 Euro.
Gemälde während Urlaub gestohlen
Die Profi-Täter hatten zwischen 21. und 31. August 2014 die Alarmanlage der Lainzer Villa außer Gefecht gesetzt und seelenruhig die millionenschweren Werke gestohlen. Als die Besitzerin, eine pensionierte Wirtschaftstreibende und Akademikerin (73), aus dem Urlaub zurückkam, fand sie die Terrassentür aufgebrochen vor. Die Polizei vermutete, dass die 72 Gemälde per Lkw weggebracht wurden.
Finderlohn ausgesetzt
Nach den äußerst wertvollen Bildern, darunter Werke von Carry Hauser, Alfons Walde oder Willy Eisenschitz, wurde weltweit via Interpol gesucht. Eine anonyme Person setzte 2014 sogar eine Prämie in Höhe von 250.000 Euro für Hinweise aus.
Trotz der Sicherstellung der 67 Kunstwerke werden die internationalen Ermittlungen gegen eine derzeit noch unbekannte Tätergruppierung vom Landeskriminalamt Wien gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt und Europol weitergeführt. Die Polizei geht davon aus, das die Bilder nach dem Coup außer Landes geschafft und später wieder nach Wien in die Bunkerwohnung gebracht worden waren.