"Das Gemälde ist noch in gutem Zustand", sagte Kunstdetektiv Arthur Brand der lokalen Zeitung "De Volkskrant" am Dienstag. Er ist dem Bild, das vor 20 Jahren gestohlen wurde, nach Tipps aus dem Untergrund auf die Spur gekommen.
Die Versicherung hatte nach dem Diebstahl eine Belohnung von 400.000 Euro ausgesetzt, es fehlte dennoch lange Zeit jegliche Spur von dem Kunstwerk.
Das Gemälde mit dem Namen "Buste de Femme" aus 1938 wurde 1999 von der Jacht eines saudischen Geschäftsmannes im südfranzösischen Antibes gestohlen.
Pablo Ruiz Picasso (1881-1973) war ein spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer. Sein umfangreiches Gesamtwerk umfasst Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Collagen, Plastiken und Keramiken, deren Gesamtzahl auf 50.000 geschätzt wird. Es ist geprägt durch eine große Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen und Techniken. Die Werke aus seiner Blauen und Rosa Periode und die Begründung des Kubismus zusammen mit Georges Braque bilden den Beginn seiner außerordentlichen Künstlerlaufbahn.
"Da der Diebstahl verjährt ist, ermitteln wir nicht mehr", sagte ein Sprecher der französischen Polizei, als der Kunstdetektiv Kontakt zu den Ermittlern aufnahm.
2015 bekam der bekannte Detektiv seinen ersten Hinweis. Nach langer Suche traf er einen Geschäftsmann, in dessen Besitz sich das Gemälde befand. Dieser soll es im Zuge eines abgeschlossenen Geschäfts als Bezahlung angenommen haben.
Nachdem er von dem Diebstahl gehört hatte, wollte er das Gemälde zurückgeben. Nach Angaben des Detektivs wurde es inzwischen der Versicherung übergeben. Zuvor hatten zwei Experten seine Echtheit bestätigt. Das Werk wird heute auf 25 Millionen Euro geschätzt.
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(rfr)