Der Gesundheitszustand des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez hat sich nach offiziellen Angaben drastisch verschlechtert. Chavez leide an einer "neuen und schweren" Infektion, die "intensive" Chemotherapie wegen seines Krebsleidens werde fortgesetzt, sagte Informationsminister Ernesto Villegas in der Nacht auf Dienstag in einer Erklärung.
, sagte Informationsminister Ernesto Villegas in der Nacht auf Dienstag in einer Erklärung.
Vizepräsident Nicolas Maduro hatte am Samstag gesagt, Chavez führe trotz seiner schweren Krebserkrankung und einer Chemotherapie weiterhin die Amtsgeschäfte. Der Präsident habe seinem Kabinett zuletzt am Freitag Anweisungen erteilt. Am Freitag hatte Maduro erstmals bestätigt, dass sich Chavez in einem Militärkrankenhaus in Caracas einer Chemotherapie unterziehe. Die Behandlung habe bereits im Jänner und damit vor Chavez' Rückkehr aus Kuba nach Venezuela Mitte Februar begonnen. Der Präsident kämpfe "um sein Leben", sei aber "guten Mutes", sagte Maduro.
In Venezuela kursierten in den vergangenen Tagen Gerüchte über eine deutliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Chavez. Vizepräsident Nicolas Maduro wies am Freitag Gerüchte zurück, wonach der Präsident bereits tot sein soll. Die neue Therapie sei überhaupt erst möglich geworden, weil sich sein Zustand verbessert habe. Chavez atme aber weiterhin über einen Tubus in seiner Luftröhre. Vor seiner Abreise nach Kuba im Dezember hatte Chavez seinen Stellvertreter Maduro als Wunschnachfolger bezeichnet.